Rückblick
Wirtschaftsmeile in Reutte: Den Waldboden ganz nah erleben

Vom 1. bis 3. Juli fand die 5. Wirtschaftsmeile in Reutte statt. Bei dieser Gelegenheit hat sich auch das Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies präsentiert.

An einem Gemeinschaftsstand der KEM (Klima- und Energiemodellregion) Naturparkregion Lechtal, der unter anderem die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz beleuchtete, hat das Walderlebniszentrum den interessierten Besuchern den Waldboden nähergebracht.

Der Waldboden lebt

Schnecken oder Moos unter dem Mikroskop beobachten, Regenwürmern beim Wühlen im Boden zuschauen oder Gegenstände des Waldbodens blind ertasten. „Waldboden greifbar machen“, lautete das Motto des Standes des Walderlebniszentrums Füssen-Ziegelwies. Durch interaktive Aktionen konnten die Messebesucher erkennen, dass der Waldboden lebt und dabei seine Vielfalt entdecken.

Waldboden fürs Trinkwasser

Da Starkregenereignisse im Zuge des Klimawandels stark zunehmen werden, wurde zudem die hohe Bedeutung des Waldbodens spielerisch in einem Modell erläutert. „Der Waldboden kann wesentlich mehr Wasser aufnehmen als versiegelte Böden und schützt daher vor Überschwemmungen. Zudem filtert der Boden auch unser Wasser. Nicht zuletzt deswegen kommt ein großer Teil unseres Trinkwassers aus dem Wald“ erklärt Petra Angerer, Mitarbeiterin des Walderlebniszentrums Füssen-Ziegelwies.

Angebote des Gemischaftsstands

„Gemeinsam für Energiewende, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft“ – unter diesem Motto stand der Gemeinschaftsstand der KEM (Klima- und Energiemodellregion) Naturparkregion Lechtal-Reutte. Mehrere gemeinwohlorientierte Organisationen haben sich am Gemeinschaftsstand beteiligt und eine vielfältige Ausstellung vorbereitet: Neben der Erkundung des Waldbodens gab es auch eine Radreparaturstation samt Tipps und Tricks vom Profi, kostenlose Energieberatungen von den Experten von Energie Tirol, nachhaltige Bücher aus der Bücherei Reutte, Angebote zum Selbermachen im Werkhaus und vieles mehr.
„Am Gemeinschaftsstand wollen wir zeigen, dass Klimaschutz nicht nur in den Händen von Politiker in Brüssel oder in Wien liegt, sondern auch in unseren eigenen. Jeder und jede Einzelne von uns kann sich im Alltag klimafreundlich verhalten. Wir sind alle ein kleines Zahnrädchen des großen übergeordneten Ziels: Die Energiewende schaffen. Oft reichen schon kleine Veränderungen, um eine große Wirkung zu erzielen.“, so Florian Strigl, KEM-Manager.

Der eigene Baum

Auch dem Wald kommt beim Klimaschutz eine hohe Bedeutung zu. Bäume speichern langfristig CO2 und tragen daher aktiv zum Klimaschutz bei. Daher haben die Messebesucher beim Walderlebniszentrum einen kleinen Baum geschenkt bekommen, den diese in Ihrem Wald oder Garten pflanzen können.